Gesundheit kann man essen

veröffentlicht am 22. Oktober 2015 in Allgemein von

Die Nahrung sollte unserer Medizin sein – was Hippokrates bereits im Altertum forderte verliert in der modernen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Getreu dem Motto „Hautsache satt“ prägen Fertiggerichte und industriell hergestellte Lebensmittel die Ernährung vieler Menschen, ohne Rücksicht auf die Gesundheit. Dabei wissen viele, dass es besser geht.

 

Gesunde Ernährung ist alles

Vitaminreiche Früchte, nährstoffreiches Gemüse und vielfältige Getreidesorten – die Natur hat es gut gemeint und bringt zahlreiche Nahrungsmittel, die eigentlich direkt konsumiert werden könnten. Im Zuge der Industrialisierung werden jedoch immer mehr natürliche Güter verarbeitet und das mit fatalen Folgen, denn moderne Zivilisationskrankheiten sind häufig ernährungsbedingt. Ob Gicht, Osteoporose, Allergien, Diabetes oder Erkrankungen der Gefäße, viele Leiden sind hausgemacht und stehen in engem Zusammenhang mit der Ernährung, so wie es auch einige Krebsarten tun. Allein schon das aus einer ungesunden Ernährung resultierende Übergewicht kann fatale Folgen haben, da sich Fettpolster insbesondere bei hormonell beeinflussten Tumoren wie bei Brust-, Leber- oder Prostatakrebs ungünstig auswirken indem sie Hormone produzieren, die in den Stoffwechsel eingreifen.

 

Risiko: Bauchfett

Besonders gefährlich ist das Bauchfett, das unter anderem Altersdiabetes begünstigt. Dabei ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ausreichend Insulin auszuschütten um all den Zucker aus den aufgenommenen Kohlenhydraten zu verarbeiten, welcher als Konsequenz Blutgefäße und Nerven schädigt und so das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigert. Mit einer gezielten Ernährungsumstellung und einer einhergehenden Gewichtsreduktion ließen sich mehr als die Hälfte aller Diabetesfälle verhindern! Selbst wenn die Erkrankung bereits ausgebrochen ist kann eine gesunde Ernährung die Notwendigkeit von Insulinspritzen und Medikamenten reduzieren.

 

Risiko: industriell hergestellte Nahrungsmittel

Hierzulande vorherrschende Ernährungsgewohnheiten mit reichlich Kohlenhydraten und leicht resorbierbaren Stärken, dazu überwiegend sitzende Tätigkeiten und wenig körperliche Aktivität lassen uns schnell altern und häufiger erkranken. Industriell verarbeitete Nahrungsmittel sind dabei ein großer Stolperstein: Was als Ursprungsprodukt noch reichlich Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe besitzt ist für viele Menschen erst in einer anderen Form interessant. Die Zuckerrübe beispielsweise ist erst als raffinierter Zucker, von dem die Deutschen heute sage und schreibe 34 Kilogramm jährlich verbrauchen – 32 Kilogramm mehr als noch vor 150 Jahren – interessant geworden und auch Auszugsmehl ist ein gut verkauftes Produkt der Industrialisierung. Bestand Brot jahrhundertelang aus vollem Korn und brachte alle wichtigen Nährstoffe für den Körper mit, entfernen moderne Mühlen nahezu alle gesunden Stoffe. Backwaren werden dadurch haltbarer, aber auch ungesünder denn naturgemäß kennt der menschliche Organismus Kohlenhydrate nur in einer Gemeinschaft von langsam abbaubaren Strukturen und Ballaststoffen.

 

Risiko: verschobene Essgewohnheiten

Ähnlich ist es auch mit dem gestiegenen Fleischkonsum, der mit einer gesunkenen Aufnahme an frischem Gemüse einhergeht, dabei sind pflanzliche Fette wesentlich gesünder als es tierische Varianten sind. Gleiches gilt für Eiweiße, die aus pflanzlichen Quellen oder Nüssen weitaus weniger Risiken bergen und einer Übersäuerung des Organismus vorbeugen. Auch die Einseitigkeit der Ernährung sowie verschobene Nährstoffverhältnisse als Folge der Massentierhaltung können zu Mangelerscheinungen führen, Bluthochdruck, Übergewicht oder Gefäßerkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt begünstigen.

 

Frische und Natürlichkeit – Beitrag für eine gesunde Ernährung

Tatsächlich lässt sich mit einer gesunden Ernährung eine Vielzahl an Symptomen von Arthrose über Sodbrennen bis hin zu Verdauungsproblemen verbessern wenn nicht gar vermeiden. Vorwiegend pflanzliche Kost mit rohen oder nur schwach erhitzten Nahrungsmitteln sollte dabei den Hauptbestandteil unserer Ernährung darstellen, weil sie den Körper mit zahlreichen wertvollen Nährstoffen gesund hält. Die Ur-Kost hält vor allem Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe bereit, die mit einer deutlichen Kalorienreduktion einhergeht und sich auf lange Sicht positiv auf unsere gesamte Gesundheit auswirken. Die Natur hält tausende gesunder Pflanzenstoffe bereit, in einer Vielfalt wie sie sonst nirgendwo sonst in unserer Ernährung vorkommt, mit einem enormen teils noch verborgenen Potenzial.

 

Homöopathie und Naturheilkunde machen es vor: Mit der richtigen Auswahl an Nahrungsmitteln lassen sich Krankheiten nicht nur verhindern, sondern sogar heilen. Immer mehr medizinische Therapien und Konzepte stützen sich auf den ganzheitlichen Ansatz und beziehen eine Nahrungsumstellung ein. Also essen wir uns doch zukünftig einfach gesund mit viel mehr rohem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und einer reduzierten Aufnahme tierischer Fette und Eiweiße.


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