Was ist Schönheit?

veröffentlicht am 24. Oktober 2015 in Allgemein von

Groß, schlank, lange Beine und wallendes Haar – was ist Schönheit und kann man sie messen? Ist es unsere Umwelt, die Schönheit beurteilt oder sind es gar die Medien, die uns ein klares Bild vom klassischen Schönheitsideal liefern?

 

Kann man Schönheit messen?

Wissenschaftler auf der ganzen Welt befassen sich mit der Frage nach wahrer Schönheit und tragen aus ihren Untersuchungen Faktoren zusammen, die unser Schönheitsideal ausmachen. Auch wenn Schönheit nicht mit einer klaren Definition erklärbar ist so gibt es doch Merkmale, die darüber entscheiden ob ein Mensch als attraktiv oder unattraktiv angesehen wird. So entscheidet unter anderem unser Taille-Hüfte-Verhältnis oder unsere Beinlänge darüber, ob wir als schön angesehen werden und anziehend auf das andere Geschlecht wirken. Setzt man die Maße ins richtige Verhältnis kann relativ gut vorhergesagt werden wie die Figur von der Mehrheit der westlichen Bevölkerung beurteilt wird. Allen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Trotz ist Schönheit aber auch eine Frage des persönlichen Geschmacks, der dem Wandel von Kultur und Zeitalter unterliegt. Galten in großen Teilen der Geschichte Frauen mit Kleidergröße 38 oder mehr als schön, ist das magere Schönheitsbild eher ein modernes Phänomen, das nicht zuletzt durch die Medien gepusht wird.

 

Zusammenhang zwischen Schönheit und Gesundheit

Biologie und Evolution lassen einen Schluss zu: Schön ist, was Gesundheit zeigt. Sieht man das Aussehen als Spiegel der Gene, so sind es die überlebenssichernden Merkmale, die der Theorie nach attraktiv machen. Studien, die Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Fortpflanzung und Schönheit untersuchen liefern zumindest Hinweise darauf, dass an der Theorie einiges dran zu sein scheint. Heute befasst sich die Wissenschaft oft auch mit der Frage, ob gutes Aussehen durch bestimmte Nährstoffe gezielt unterstützt und der Alterungsprozess beeinflusst werden kann. Inzwischen weiß man, dass gerade Obst und Gemüse insbesondere für die Haut wie ein Beauty-Kick wirken: B-Vitamine helfen der Haut ihre Spannkraft zu erhalten, Vitamin C kurbelt die Kollagenbildung an und stärkt das Bindegewebe während Lecithin beispielsweise den Feuchtigkeitsverlust der Zellen reguliert und Omega-3-Fettsäuren wie ein Zellschutz wirken. Ein gesunder Lebensstil mit viel frischen Nahrungsmittel stärkt nicht nur die Gesundheit sondern sorgt auch für Attraktivität – weil Schönheit von innen kommt.

 

Schönheit als Statussymbol

Ob jemand als attraktiv empfunden wird oder nicht wird zu 50 Prozent durch gesellschaftliche Ideale entschieden, der Rest ist persönlicher Geschmack und dieser lässt sich leicht beeinflussen. Während im reichen Westen Schlankheit ein Symbol für Wohlstand und Bildung ist, sind es fülligere Frauen die in armen Ländern als attraktiv angesehen werden. Gerade wer unter Stress stünde oder Hunger verspürt sucht vermehrt nach einem Partner, der Zugang zu helfenden Ressourcen hat. Gleichzeitig werden attraktiven Menschen weitaus positivere Persönlichkeitseigenschaften zugesprochen als weniger gutaussehenden. Sie werden nicht nur als geselliger oder sympathischer eingestuft, sondern auch als kreativ, fleißig und erfolgreich. Auch sind es heute schlanke Menschen, die als attraktiv und erfolgreich eingeschätzt werden, während bis zum 20. Jahrhundert eher eine gewisse Leibesfülle das Symbol für Wohlstand war. Mit der zunehmend gesicherten Versorgung an Nahrungsmitteln und dem Zugang zu Fitnesseinrichtungen ist Übergewicht heute – insbesondere in den USA – eher ein Problem der sozialen Unterschicht. Das schlanke westliche Schönheitsideal wird mittlerweile weltweit stark propagiert: Plakate, Modemagazine und Kinofilme zeigen Statuen die keineswegs der Normalfigur entsprechen aber suggerieren, dass extreme Schlankheit nicht nur schön ist, sondern auch zu Anerkennung, Erfolg und Wohlstand führt.

 

Schönheit liegt also nicht allein im Auge des Betrachters. Vielmehr können Faktoren, die unsere Attraktivität beeinflussen durch eine gesunde Lebensweise, mit regelmäßigem Schlaf und viel Bewegung, frischen Nahrungsmitteln und ausreichend Wasser von innen heraus unterstützt werden. Den Rest übernehmen Weltanschauung und Evolution denn schon Sokrates sagte: Schön ist, was nützlich ist.


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