Wie Gesundheit entsteht

veröffentlicht am 21. Oktober 2015 in Allgemein von

Wie Krankheit entsteht und dass man sie als „Fehlen der Gesundheit“ definiert ist nicht nur Wissenschaftlern bekannt, doch wie Gesundheit entsteht ist für Gesundheitsexperten noch immer eine wesentliche Fragestellung.

 

Salutogenese oder was ist Gesundheit?

In den 70er Jahren widmete sich der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky unterschiedlicher Aspekte zum Thema Gesundheit, darunter Fragen die sich damit beschäftigen unter welchen Umständen der Mensch gesund bleibt. Mit Akzenten der Salutogenese geht es ihm darum, dass wir Zuversicht benötigen, Zuversicht, Probleme und Herausforderungen zu meistern um anschließend ein Gefühl von Sinnhaftigkeit zu entwickeln. Wir müssen also Ressourcen aktivieren, Selbstheilungskräfte pflegen und unser Immunsystem auch gedanklich stärken um Gesundheit zu erhalten. Dass gedankliche Einflüsse stärker sind als man ursprünglich angenommen hat zeigt sich ganz klar in modernen Behandlungen, in denen immer mehr Mediziner multidisziplinäre Therapien empfehlen.

 

Die Lehre von Krankheit und Gesundheit

Abgeleitet von lateinisch salus – Gesundheit – und griechisch genesis – Entstehung – wurde die Salutogenese ergänzend zum Modell der Pathogenese, der Leidenslehre, entwickelt. Während sich die eine mit dem Entstehen von Krankheiten befasst, erläutert die andere welche Faktoren zur Gesundheit beitragen. Dabei wird, anders als in der modernen Medizin, der Normalzustand des Menschen irgendwo zwischen vollkommener Gesundheit und schwerer Krankheit gesehen, sodass beide Zustände nicht länger als unversöhnliche Gegensätze anzusehen sind sondern eher als Kontinuum.

 

Welche Faktoren tragen zur Gesundheit bei?

Manche Menschen können wesentlich besser als andere mit traumatischen Ereignissen, Verletzungen oder Krankheiten umgehen. Es muss also gewisse Faktoren geben, die zur Gesundheit beitragen. Antonovsky fand in seinen Forschungen heraus, dass jeder Mensch unter Widerstandsressourcen verfügt, die lediglich unterschiedlich stark ausgeprägt vorliegen aber den Prozess der Gesundwerdung maßgeblich beeinflussen.

Dazu gehören:

Anpassungsfähigkeit

soziale Beziehungen

Bindung an Gemeinschaften

Daraus entwickelt der Amerikaner Antonovsky entscheidende Faktoren der Gesundheit, die er als Kohärenzgefühl bezeichnet und sich zusammensetzt aus dem Vertrauen

dass die Welt in gewissen Grenzen vohersehbar, erklärbar und berechenbar ist

dass man in der Lage ist Herausforderungen zu begegnen

dass es sich lohnt sich anzustrengen um Herausforderungen zu überwinden

Einstellungen, die eine aktive Teilnahme am Prozess der Gesundwerdung begünstigen und Gesundheit als solche ausmachen. Deutlich wird dies beispielsweise bei einer plötzlichen Erkrankung: gute familiäre Beziehungen und ein stabiler Freundeskreis sind nicht nur hilfreich, sondern senken die psychische Belastung, schaffen ein Ziel und schaffen Motivation um an einer Behandlung mitzuwirken. Wir sind der Überzeugung, dass wir diese Herausforderung meistern können.

 

Ganzheitlicher Ansatz für ganzheitliche Gesundheit

In der ganzheitlichen Medizin ist der Mensch mehr als nur ein biologisches Wesen, genau genommen ein bio-psycho-soziales Wesen. Beschrieben wird der Mensch dabei in drei Dimensionen: Körper, Geist und Beziehungen. Schon Hippokrates als berühmter griechischer Mediziner der Antike wusste, dass man nicht nur den Körper sondern den Geist gleichermaßen behandeln muss um zur Gesundheit zurück zu gelangen. Auch Antonovskys Salutogenese beruht auf diesen Dimensionen und sieht den Menschen in seiner Ganzheit, dessen Gesundheit nicht nur von sich selbst sondern auch der Umwelt beeinflusst wird.

 

Vererbung, Umwelteinflüsse, Stress oder eine falsche Ernährung – was uns krank macht wissen wir ganz genau. Mit ganz neuen Wegen und Ansichten widmet sich die Wissenschaft der Salutogenese nun der Frage was uns eigentlich gesund macht und wirft dabei ein ganz neues Licht auf das Verhältnis von Gesundheit und Krankheit.


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